NOSTALGIE CRIME BOARD
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Autor Thema: Der Kommissar (1968 - 1976)  (Gelesen 12281 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
The Saint
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« Antworten #60 am: 13. März 2026, 18:34:43 »

42. Ein rätselhafter Mord     17.12.71



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« Antworten #61 am: 13. März 2026, 20:22:12 »

43. Traum eines Wahnsinnigen     28.01.72

Bei der Erstsendung und bei der Wiederholung 1979 fand ich diese Folge gut, aber inzwischen kann ich mich nicht dazu aufraffen, sie in meinem Video-Bestand zu archivieren. Eigentlich könnte sie ein Spannungs-Kracher sein, aber ich finde sie auch ein bißchen strange, besonders das Ende.  Augen rollen

Spoiler  :
Wie es sich im Fernsehen gehört, wird der "Wahnsinnige" im letzten Moment davon abgeholten, seine Adoptivtochter zu ermorden, aber als alles in Ordnung zu sein scheint, sieht es so aus, als wenn sein Psychiater vom Traum seines Patienten erfüllt wäre und dessen Mordpläne weiterführen wolle. Ein bißchen erinnert mich das an die etwas klamottigen Dr. Mabuse-Filme aus den frühen 60ern, wenn der Geist von Dr. Mabuse vom Irrenarzt Dr. Pohland Besitz ergreift und der daraufhin die Pläne des "Meisterverbrechers" ausführt. "Ich war es nicht, es war Mabuse."  ich werde verrückt  Den Wallace-geprägten 60ern verzeiht man so einigen Blödsinn, beim Kommissar wirkt er auf mich etwas spinnerig.
Noch eigenwilliger ist die 49. Folge Ein Amoklauf mit einer ganz ähnlichen Story und einem noch verrückteren Ende. Obwohl es damals nicht viele Krimis im Fernsehen gab, hatte ich danach erstmal genug vom Kommissar und ein Jahr "Pause" gemacht.

Immerhin weist diese Episode eine Reihe guter und bekannter Darsteller auf wie Curd Jürgens, Christine Kaufmann, Günther Stoll und Horst Frank, den ich in seinen Verkleidungen aber erst am Ende erkannt habe.









« Letzte Änderung: 16. März 2026, 20:33:14 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #62 am: 15. März 2026, 16:44:32 »

44. Die Tote im Park     18.02.72

Siegfried Lowitz ist in dieser Folge von seiner Rolle her schon alt, bevor er einige Jahre später serienmäßig zu dem Alten wurde.  zwinkern


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« Antworten #63 am: 15. März 2026, 17:09:36 »

45. Schwester Ignatia     10.03.72



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« Antworten #64 am: 15. März 2026, 17:38:18 »

46. Überlegungen eines Mörders     24.03.72

Eine solide Krimi-Story ohne viel "Psycho-Gedöns" mit prominenten Gastdarstellern und einem überraschenden Ende.  zwinkern





« Letzte Änderung: 15. März 2026, 19:56:46 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #65 am: 16. März 2026, 17:52:03 »

47. Tod eines Schulmädchens     21.04.72

Diese Folge habe ich bei ihrer ersten Wiederholung 1979 gesehen (in meinem letzten Schuljahr   Happy) und sie damals für mich mit "sehr gut" benotet. Ich werde sie mir in Kürze wieder ansehen und testen, ob ich sie immer noch so beeindruckend finde.  zwinkern

Inhaltlich ähnelt sie der 13. Folge Auf dem Stundenplan: Mord. Die Lehrer hatten es offenbar schon damals nicht leicht mit ihren Schülerinnen. In beiden Fällen haben die Herren auch noch einen Doktor-Titel. Beim ersten Mal war es Dr. Dommel und nun Dr. GebhardtGrinsen

Helga Anders spielt zwar das Mordopfer, hat aber trotzdem eine große Rolle. Ihr Schicksal ähnelt ein bißchen dem ihrer damaligen Schauspiel-Kollegin Christiane Schröder. Beide hatten sehr viel Talent und gerieten wohl durch unglückliche Lieben irgendwie aus der Spur und sind relativ früh verstorben.  Traurig










« Letzte Änderung: 16. März 2026, 17:57:49 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #66 am: 16. März 2026, 18:47:20 »

48. Toter gesucht     12.05.72

Diese Folge hat eine originelle Story. Der Kommissar untersucht einen vermeintlichen Mordfall, obwohl es keinen Toten und auch keinen klaren Hinweis auf ein Verbrechen gibt.

Mit Bernhard Wicki und Christoph Bantzer weist die Episode zwei besondere Gastdarsteller auf. Der Schauspieler und Regisseur Wicki wurde 1959 international bekannt durch seine Inszenierung des Antikriegsfilms Die Brücke, in dem Fritz Wepper eine Hauptrolle spielt.









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« Antworten #67 am: 16. März 2026, 19:40:42 »

49. Ein Amoklauf     02.06.72

In dieser Episode spielen mit Götz George, Krista Keller, Gerd Baltus und Charles Regnier markante Darsteller mit und die Story könnte vermuten lassen, dass es richtig spannend wird. Aber wie schon bei der thematisch ähnlichen Folge Traum eines Wahnsinnigen angedeutet, ist das Ende - zumindest meines Erachtens - komplett banane.  ich werde verrückt

Spoiler  :
Ein Mörder bricht aus dem Gefängnis aus und alles deutet darauf hin, dass er seine damals untreue Ehefrau und deren Geliebten ermorden will. Spannung und Aufregung steigern sich immer mehr ... und dann wird es so richtig doof. Obwohl alle in äußerster Angst verharren, öffnet Bewacher Grabert auf ein Klingeln hin die Wohnungstür ohne zu fragen, wer auf der anderen Seite steht ... und blickt oh Wunder in einen Pistolenlauf.  Huch  Aber dann wird es noch toller. Der Ausbrecher steht seinen vermeintlichen Opfern gegenüber, entschuldigt sich und erschießt sich selbst.  ich werde verrückt

Als Zugabe gibt es dann noch Charles Regnier als Gefängnispsychologe Dr. Förster. Normalerweise spielt Regnier immer intelligente und überlegene Herren. In dieser Rolle muss er ständig einen Amoklauf des Geflüchteten vorhersagen und als am Ende alles ganz anders ausgeht, sagt er selbstzufrieden: "Na, was ich habe gesagt? Ich habe gesagt, es wird noch Blut fließen." Jaja, Reinecker und die Psychologie. Bei den späteren Kommissar-Folgen und insbesondere in den letzten Derrick-Jahren zeigen die handelnden Personen oft Verhaltensweisen, die ziemlich eigenwillig sind.

Anfang der 70er war es "Mode", viele Filme mit Sex anzureichern, so auch diese Folge. Zu Beginn steigt der Ausbrecher in eine Villa ein, als eine junge Frau oben ohne erscheint. Die Dame ist attraktiv anzusehen, aber ich wäre mal neugierig zu erfahren, wer damals entschieden hat, dass die Darstellerin mit dem blumigen Namen Mandy May halbnackt durchs Bild spazieren soll. Dramaturgisch zwingend notwendig schien mir das nicht zu sein ...  zwinkern


« Letzte Änderung: 16. März 2026, 23:59:05 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #68 am: 16. März 2026, 20:20:53 »

50. Der Tennisplatz     30.06.72

Die 50. "Jubiläumsepisode" zeigt eine besonders abscheuliche Tat und wird auf IMDb als eine der besten bewertet. Selber tue ich mich mit einer Einschätzung dieser Folge etwas schwer.

Spoiler  :
Ein netter harmloser älterer Obdachloser wird auf einem Tennisplatz von reichen jungen Leuten und einer grölenden Menge aus Spaß tyrannisiert und am Ende eher unbeabsichtigt erschossen. Zum Schluss der Folge wird der Vorfall sehr ausgiebig gezeigt und erzeugt sicherlich eine bedrückende Wirkung. Allerdings finde ich die Story von den gewissenlosen Reichen, die ihre niederen Instinkte ausleben, zu plakativ. Vielleicht liegt das auch daran, dass Reinecker in vielen seiner späteren Krimis mit weit ausgestrecktem Zeigefinger moralisch anklagend auf die Bösen zeigt, die die guten Menschen ins Unglück stürzen. Das Thema dieser Folge ist nicht unrealistisch, aber für meinen Geschmack hätte man es etwas subtiler umsetzen können.

Auf dem Youtube-Kanal KultKrimi und IMDb werden die Kommissar-Folgen auf unterschiedliche Weise einzelnen Staffeln zugeordnet. Nach meiner Erinnerung gab es keine Staffeln. Reinecker hatte ursprünglich 13 Folgen geschrieben und auf Grund des großen Erfolges lief die Serie immer weiter. Kurzzeitige Unterbrechungen bei der Ausstrahlung gab es nur in den Sommenmonaten ähnlich wie seit einiger Zeit beim Tatort. 



« Letzte Änderung: 17. März 2026, 00:01:12 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #69 am: 16. März 2026, 23:03:51 »

51. Fluchtwege     06.10.72

Bei der Wiederholung 1979 hat mir diese Folge recht gut gefallen mit Monica Bleibtreu und Martin Semmelrogge in jungen Jahren.  zwinkern







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« Antworten #70 am: 16. März 2026, 23:16:32 »

52. Das Ende eines Humoristen     03.11.72

Diese Folge ist mehr Tragödie als Krimi. Nach Der Papierblumenmörder spielt die früh verstorbene Christiane Schröder hier eine weitere Rolle.


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« Antworten #71 am: 16. März 2026, 23:41:50 »

53. Mykonos     24.11.72

Auch in dieser Folge findet sich ein bei Herbert Reinecker häufig wiederkehrendes Thema: Die Wege bürgerlicher Familien kreuzen sich mit denen besonders widerlicher Gangster aus dem Drogen- und Prostitutionsmilieu.  Hinterlistig

Achja, ... und Harrys Haare werden immer länger   zwinkern








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« Antworten #72 am: 17. März 2026, 09:13:46 »

54. Blinde Spiele     22.12.72

Seinerzeit gefiel mir die Folge recht gut, u.a. mit den Gaststars Hellmut Lange und Ruth-Maria Kubitschek, bekannt als Melissa oder Spatzerl aus Monaco Franzezwinkern

Meines Erachtens merkt man inzwischen einen deutlichen Unterschied zwischen den Episoden der ersten beiden Jahre und der Zeit ab 1972. Anfangs zeichneten sich die Storys durch überwiegend interessante Krimi-Handlungen, gute Milieuschilderungen und markante Charaktere aus. Im Prinzip waren es Krimis mit einem präzisen Blick auf gesellschaftliche und psychologische Aspekte.

Der Inhalt der vorangegangenen Folge Mykonos lässt sich folgendermaßen kurz zusammenfassen: Junger Mann aus gutem Haus kommt vom rechten Weg ab und läßt sich mit Verbrechern ein mit dem Ergebnis: Katastrophe.  Schockiert

In Blinde Spiele geht es um High Society Personen, die sich den langweiligen Alltag mit Affären und Partnertausch versüßen, womit sie gut klarkommen, aber ihre fast erwachsenen Kinder nicht, mit dem Ergebnis: Katastrophe.  Schockiert

Dieses Muster findet sich noch in vielen Episoden und wirkt auf mich wie eine Botschaft von "Obervater" Herbert: "Sei ein braver Junge und verhalte dich gesetzestreu, moralisch und gesittet. Dann wird auch alles gut." Und man möchte gehorsam antworten: "Ja, Pappa."  Happy 

Aber dieses Muster muss gut angekommen sein, denn ansonsten hätte es nicht bis zum Ende von Derrick in 1998 überleben können.  zwinkern









« Letzte Änderung: 17. März 2026, 10:45:41 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #73 am: 17. März 2026, 10:39:13 »

55. Rudek     12.01.73

Nach dem bei der letzten Folge beschriebenen Muster geht es gleich weiter. Es beginnt mit "Mädchen, die gegen entsprechendes Honorar zahlungswillige Herren verwöhnen". Ja, so was soll's geben.  zwinkern  Zwei honorige Geschäftsleute, von denen einer sich mit den Schlüpfrigkeiten des Lebens schon ganz gut auskennt, besuchen ein einschlägiges Apartment und die Folge ist natürlich gleich wieder eine Katastrophe.  Schockiert

Der "Talentmanager" der käuflichen Damen ist ein Mann namens Derrick, gespielt von Sky du Montzwinkern

Der Darsteller des nur kurz vom Pfad der Tugend abgewichenen Herrn Rudek ist Ernst Schröder. Er war der Vater von Christiane Schröder aus der Folge Das Ende eines Humoristen.



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« Antworten #74 am: 17. März 2026, 11:24:53 »

56. Tod eines Hippiemädchens     02.02.73

Dieser Fall ist auch wieder eine romatisch-tragische Geschichte, aber mir gefällt sie recht gut.  zwinkern








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