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Autor Thema: Die weiße Spinne (1963) - von Louis Weinert-Wilton  (Gelesen 1518 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
Theo Kojak
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« am: 03. August 2013, 02:38:02 »

Der deutsche Autor Louis Weinert-Wilton (eigentlich Alois Weinert, 1875–1945) schrieb einige Romane im Edgar-Wallace-Stil, von denen vier verfilmt wurden. Die Filme wurden, wie die echten Wallace-Filme der Rialto Film, von Constantin-Film verliehen.



Eine schreckliche Verbrecherbande tötet gegen Bezahlung unliebsame Mitmenschen. Am Tatort findet Scotland Yard nach jedem Mord eine kleine weiße Spinne aus Glas. So auch bei dem leidenschaftlichen Spieler Richard Irvine, der bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kommt. Seine hinterbliebene Frau Muriel ist völlig mittellos. Ihr Mann hatte das ganze Vermögen im „Klub der 55“ verspielt. Zudem glaubt auch die Versicherung nicht an einen Unfall und zahlt deshalb nicht. Als Scotland Yard-Inspektor Dawson eine Spur in den Spielklub verfolgt, wird er mit einer Drahtschlinge ermordet. Daraufhin beauftragt der Yard schließlich den erstklassigen Inspektor Conway, den noch niemand zu Gesicht bekommen hat. Muriel lernt währenddessen Rechtsanwalt Summerfield kennen, der für sie Arbeit in einem karitativen Unternehmen besorgt hat. Dort trifft sie den Sittlichkeitsverbrecher Kiddie Phelips und den sympathischen Ralph Hubbard. Doch auch dieser ist vorbestraft …


Besonderes

Erst am Ende des Films wird die wahre Identität Inspektor Conways deutlich. Um sie nicht zu früh aufzuklären, steht Conway in seinem Büro immer hinter dem Schreibtisch, wenn er Besuch empfängt. Dazu wird der Besucher durch zwei Lampen angestrahlt, so dass Conway immer im Hintergrund bleibt und nicht zu sehen ist. Zudem ist bei Szenen in Conways Büro nicht die Stimme seines Darstellers zu hören. Conway spricht hier mit der Stimme von Heinz Petruo. Erst als Conway sich Muriel Irvine in seinem Büro offenbart, spricht er mit seiner eigenen Stimme.


    Joachim Fuchsberger: Ralph Hubbard/Inspektor Conway
    Karin Dor: Muriel Irvine
    Horst Frank: Kiddie Phelips
    Werner Peters: Sergeant Meals
    Dieter Eppler: Summerfield
    Friedrich Schoenfelder: Sir James
    Mady Rahl: Mrs. Falk
    Paul Klinger: Inspektor Dawson
    Gerhard Frickhöffer: Lord Ensfield
    Chris Howland: Gideon
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* DAN TANNA SPENSER IST AUCH THEO KOJAK *

...isses wahr!!!

...Entzückend, Baby!

Who loves ya, baby?

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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #1 am: 03. August 2013, 17:17:16 »

Dachte früher bei  Weinert-Wilton immer, dass es echte Wallace-Filme seien - inhaltlich und auch vom Vorspann her wirkten sie doch ziemlich ähnlich.

Diesen Film mochte ich ganz besonders, sehr spannend und gut gespielt Happy
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Dan Tanna Spenser
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« Antworten #2 am: 26. Juli 2014, 23:34:05 »

Am 18.07.2014 ist dieser Film nun endlich bei uns auf DVD und BluRay erschienen Freuen

http://www.amazon.de/Die-wei%C3%9Fe-Spinne-Louis-Weinert-Wilton/dp/B00IK6XLAM/ref=sr_1_3?s=dvd&ie=UTF8&qid=1406410284&sr=1-3&keywords=der+teppich+des+grauens

BluRay
http://www.amazon.de/Die-wei%C3%9Fe-Spinne-Louis-Weinert-Wilton/dp/B00IK6XMHO/ref=sr_1_2?s=dvd&ie=UTF8&qid=1406410427&sr=1-2&keywords=Die+wei%C3%9Fe+Spinne
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McGill
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« Antworten #3 am: 16. August 2014, 13:33:30 »

Diesen Film halte ich für ausgemachtes Kasperletheater. Wer Inspector Conways wahre Identität nicht nach 2 Minuten raus hat, ist mit der damaligen Besetzungspolitik wohl nicht vertraut. Da ändert auch nichts dran, daß man den Zuschauer in einer Szene ganz offensichtlich für dumm verkauft:

Spoiler  :
Nachdem Mrs. Irvine Conways Büro verlassen hat, trifft sie im Gang direkt auf Hubbard - wie kann das sein? Hat er einen Michael-Myers-Teleporter?

Noch schlimmer allerdings der Mörder, der in zunehmend alberner werdenden Verkleidungen auftritt, dessen Gesichtszüge aber einfach zu markant sind, was auch die diversen Synchronstimmen (u.a. Klaus Miedel, Gerd Duwner) nicht vertuschen können. Stände dieser Unfug so schon in der Romanvorlage, könnte man das Unternehmen immerhin noch als "ambitioniert gescheitert" einstufen, aber der Verkleidungskünstler Falconetti ist eine Erfindung des Drehbuchautoren, denn im Roman ist
Spoiler  :
der von Werner Peters gespielte Sergeant Meals die "Weiße Spinne", während er hier nur ein Handlanger ist.
Von der Figur des Falconetti war man von Produzentenseite aber anscheinend so angetan, daß er in "Das 7. Opfer" erneut auftaucht, zumindest der Name wird wiederverwendet, und auch Verkleidungen spielen eine Rolle. Dort schießt man sich allerdings dadurch ins Knie, daß man den Schurken NICHT nachsynchronisiert hat und er sofort an seiner Stimme zu erkennen ist.

Neenee, "Die weiße Spinne" mag ganz witzig anzuschauen sein, aber sie ist weder spannend noch gut konstruiert. Genial auch, wie Inspector Conway den Schlupfwinkel des Schurken ermittelt, indem er ein Spinnenetz auf den Stadtplan malt, das eher wie ein Pentagramm aussieht...
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Annette55
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« Antworten #4 am: 16. August 2014, 14:46:49 »

Diesen Film halte ich für ausgemachtes Kasperletheater. Wer Inspector Conways wahre Identität nicht nach 2 Minuten raus hat, ist mit der damaligen Besetzungspolitik wohl nicht vertraut. Da ändert auch nichts dran, daß man den Zuschauer in einer Szene ganz offensichtlich für dumm verkauft:

Spoiler  :
Nachdem Mrs. Irvine Conways Büro verlassen hat, trifft sie im Gang direkt auf Hubbard - wie kann das sein? Hat er einen Michael-Myers-Teleporter?

Noch schlimmer allerdings der Mörder, der in zunehmend alberner werdenden Verkleidungen auftritt, dessen Gesichtszüge aber einfach zu markant sind, was auch die diversen Synchronstimmen (u.a. Klaus Miedel, Gerd Duwner) nicht vertuschen können. Stände dieser Unfug so schon in der Romanvorlage, könnte man das Unternehmen immerhin noch als "ambitioniert gescheitert" einstufen, aber der Verkleidungskünstler Falconetti ist eine Erfindung des Drehbuchautoren, denn im Roman ist
Spoiler  :
der von Werner Peters gespielte Sergeant Meals die "Weiße Spinne", während er hier nur ein Handlanger ist.
Von der Figur des Falconetti war man von Produzentenseite aber anscheinend so angetan, daß er in "Das 7. Opfer" erneut auftaucht, zumindest der Name wird wiederverwendet, und auch Verkleidungen spielen eine Rolle. Dort schießt man sich allerdings dadurch ins Knie, daß man den Schurken NICHT nachsynchronisiert hat und er sofort an seiner Stimme zu erkennen ist.

Neenee, "Die weiße Spinne" mag ganz witzig anzuschauen sein, aber sie ist weder spannend noch gut konstruiert. Genial auch, wie Inspector Conway den Schlupfwinkel des Schurken ermittelt, indem er ein Spinnenetz auf den Stadtplan malt, das eher wie ein Pentagramm aussieht...


Bin total Deiner Meinung! Habe den Film früher oft gesehen,als man nur wenig Programme hatte..So "zur Not!"
Dennoch möchte ich den Streifen "nicht ganz zerreissen"... Schon die Athmosphäre von damals,das Ambiente..  zwinkern
Hat dann doch seinen Reiz und man kann einfach abtauchen in diese spannende Stille. Wenn ich ehrlich bin,wenn die Handlung auch etwas daneben liegen mag... Es geht um die schaurig schöne Szenerie und allein die begnadeten Schauspieler von damals sind ein Genuss und das ist wichtig!! Fazit: Soo übel eigentlich nicht! Es gibt Tage,vielleicht im Herbst,da ist solch Film ein "muss",da passt das einfach! Sorry,ich schrieb zu Beginn wohl voreilig...Denn dolle Szenen enthielt er schon!
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« Antworten #5 am: 26. August 2017, 04:58:49 »

Innerhalb der Weinert-Wilton-"Reihe" fällt dieser Film in seiner sichtbar routiniert-gekonnten Machart ziemlich aus dem Rahmen. Die anderen drei Filme wirken wesentlich unkonventioneller als dieser Film, wobei natürlich wesentlich anzumerken ist, dass dies sowohl positive als auch negative Merkmale nach sich zieht. Unkonventionelles muss ja nicht immer besser sein und mehr oder weniger Konventionelles kann trotzdem sehr gut unterhalten. Leider tut das dieser Film nur sehr bedingt.
Gerade Atmosphäre und Spannungseffekte an sich sind sehr routiniert umgesetzt, die Besetzung ist guter Durchschnitt für einen Film dieser 'Kategorie', was mit "sehr guter Besetzung" gleichzusetzen ist, aber sie ragt im Vergleich zu vergleichbaren Filmen, wie den Wallaces nicht heraus, vor allem lange nicht, wenn es danach geht, in welchen Rollen die Schauspieler besetzt wurden und wie sie darin aufgehen. In dieser Beziehung ist der Film nicht übermäßig spektakulär, abgesehen von Dieter Eppler. Hauptsächlich für Dieter Eppler ist dieser Film eine Plattform, für die übrigen Darsteller nicht über alle Maßen. Werner Peters setzt hier wieder schöne Akzente, Joachim Fuchsberger ist allerdings sehr blass und verpasst es einen Gegenpart zu Eppler darzustellen, wodurch Epplers Präsenz hier wirklich zu einer auffällig einseitigen "One-Man-Show" verkommt.
Die Idee an sich, auf der sich der Plot aufbaut, ist ziemlich genial, die Umsetzung ist allerdings ein Lacher. Die Masken sind als Täuschungsmanöver ziemlich schlecht - man erkennt wer es ist - auch wenn sie cool ausschauen und ansonsten verraten die zu hörenden Synchronsprecher, dass hier etwas vertuscht wird und man kann sich schnell alles zusammenreimen.
Unter den gegebenen Voraussetzungen, mit dem Einsatz von Synchronsprechern und den entsprechenden Masken, hätte man eine Komödie inszenieren sollen. Ich glaube, die hätte ein Meisterwerk werden können, wenn man auch in den Nebenrollen und bei Fuchsberger noch etwas mehr gebracht hätte. So ist es aber ein Film, der nur für Dieter Eppler-Fans und Freunde seines Schauspiels ein Fest ist, ansonsten nur rein optisch, stilistisch unterhält und durch das verloren gehende Täterrätsel viel an Spannung einbüßt. Spannung bleibt nur durch Regie-Einfälle und Kamaera-Arbeit grundlegend übrig, innherhalb der Story aber fehlt sie fast völlig.
Dadurch dass die übrige Rollengestaltung nicht rausreißend-spektakulär ist und Fuchsberger leider wenig einnehmende Präsenz ausstrahlt, bleibt unterm Strich ein mittelmäßiger Film mit Tendenz eher zum Tiefdaumen als nach oben.

Fazit: Stilistisch solide und routiniert gemacht, wenig hochklassig, mit einem tollen Dieter Eppler und dem schlechtesten Täterrätsel, das ich jemals gesehen habe.
Setzt keine weitreichenden Akzente - Mittelmaß. Die Inszenierung und Kameraarbeit reißens letztendlich noch einigermaßen raus, denn das kann der klasse spielende Dieter Eppler allein innerhalb einer Krimi-Story natürlich nur schwerlich.
Bonuspunkte gibts auch noch durch Werner Peters. Joachim Fuchsberger ist leider ziemlich fehlbesetzt.

2,5/5 Punkten Guter Film/Serie
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