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Autor Thema: Hotel der toten Gäste (1965) (kein echter Wallace-Film)  (Gelesen 572 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
Theo Kojak
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« am: 03. August 2013, 02:56:22 »



Hotel der toten Gäste (spanischer Titel: El enigma de los Cornell) ist ein deutsch-spanischer Kriminalfilm des Regisseurs Eberhard Itzenplitz. Der frei nach dem Kriminalroman Die rote Vase (Originaltitel: Money On Murder) von Heather Gardiner entstandene Schwarzweißfilm startete am 26. März 1965 in den bundesdeutschen Kinos.

Hoteldetektiv Janos Kovacs kommt von Sanremo, wo in Kürze das Schlagerfestival stattfinden wird, nach London. Er will dem Kriminalreporter Barney Blair wichtige Informationen verkaufen. Bevor es dazu kommt, wird Janos erstochen. Auf Anweisung seines Chefs reist Barney nach Sanremo, wo er in Janos’ letztem Hotel Atlanta Nachforschungen anstellen soll. Im Atlanta sind zahlreiche bedeutende Personen des Schlagergeschäfts abgestiegen, darunter auch die Inhaberin der Plattenfirma Phonomac, Ruth Cornell, und der größte Star der Firma, Lucy Balmore. Es kriselt jedoch in der heilen Welt, soll Lucys Vertrag bei der Phonomac doch nicht verlängert werden, da die Plattenfirma in Hannelore Auer gerade einen neuen Star zum Vermarkten gefunden hat. Auch Lucys Manager Jack hat sie fallenlassen.

Barney erfährt diese Neuigkeiten von seiner Kollegin, der Reporterin Gilly Powell, die vom Festival berichten soll. Über sie lernt er auch Ruths neuen Ehemann Larry Cornell kennen, der früher einmal mit Gilly verlobt war. Zudem stößt Alice Creusot zur Gruppe dazu, die die neue Freundin von Ruths Bruder Morton Marlowe ist. Der wird erst später aus Rom erwartet. Ruth lädt die Gesellschaft abends zum Empfang in ihr Hotelzimmer, wird jedoch zuvor erwürgt. Der Mörder nimmt ein wertvolles Collier an sich und flieht. Kurz darauf erscheint Gilly in Ruths Zimmer und findet dort Lucy vor, die sich über die tote Ruth beugt. Lucy leugnet die Tat, sucht das Zimmer jedoch nach Schuldscheinen ab, hatte sie doch für das Glücksspiel von Ruth 4.000 Pfund erhalten. Lucy findet die Scheine und verbrennt sie. Der Rest der Gesellschaft erscheint und bringt Morton mit, der gerade angekommen ist, jedoch nicht in seinem gewohnten Hotelzimmer unterkommt, das von Gilly belegt ist. Der Mord wird gemeldet und Inspektor Forbesa beginnt mit seinen Ermittlungen. Lucy und Gilly decken sich gegenseitig, während die meisten anderen Gäste zur Tatzeit mit den Vorbereitungen für die Feier Ruths beschäftigt waren. Da die Hotelzimmer immer offen sind und Ruths Zimmer über eine Feuerleiter erreichbar war, könnte jeder der Täter gewesen sein. Alle Hotelgäste erhalten Ausgangsverbot.

Zufällig findet Gilly in einer Vase in ihrem Hotelzimmer das wertvolle Collier, das der Dieb Ruth gestohlen hat. Beim Verhör gibt sie das Collier an Inspector Forbesa, der ihr rät, schnellstmöglich das Zimmer zu wechseln. Gillys Zimmer wurde jedoch bereits durchwühlt und sie wird niedergeschlagen, als sie ihr Hotelzimmer betritt. Alice Creusot wird unterdessen von Jack Courtney erpresst, der weiß, dass sie eigentlich Agnes Green heißt und verdächtigt wurde, ihren Mann ermordet zu haben, auch wenn das Gericht sie freisprach. Er verlangt von ihr 10.000 Pfund für sein Schweigen. Als sie sich weigert, ruft er bei Barney an und fragt ihn, wie viel ihm neue Informationen zum Mord an Ruth wert seien. Da Agnes das Gespräch unterbricht, eilt Barney in Jacks Zimmer, befürchtet er doch das schlimmste. Jack ist jedoch wohlauf und Barney konfrontiert ihn mit seinem Wissen: Jack habe in der Vergangenheit zahlreiche Namen angenommen, um andere Leute erpressen zu können. Jack bedroht Barney mit einer Waffe und es kommt zu einer Rangelei, an deren Ende Barney die Waffe auf Jack richtet. Der jedoch wird in dem Moment durch drei Schüsse in sein Hotelzimmer getötet. Die Waffe findet sich später im Zimmer von Lucy wieder.

Liftboy Bucci weiß, wer der Mörder ist, und steckt Gilly einen Zettel zu, in dem er um ein Treffen bittet. Kurz darauf ist Bucci verschwunden. Inspektor Forbesa spannt Gilly in seinen Überführungsversuch ein. Er hat in Jacks Unterlagen einen Brief gefunden, der den Mörder identifiziert. Gilly soll eine Gesellschaft geben und dabei den Brief erwähnen. In der Nacht werde der Mörder alles tun, um den Brief an sich zu nehmen. Alles läuft wie geplant, nur reagiert Barney entsetzt über Gillys Verhalten, hat er doch Angst um sie. In der Nacht steigt der Täter in Gillys Zimmer ein, kann Inspektor Forbesa überwältigen und wird erst von Barney verjagt und stürzt über die Feuerleiter zu Tode: Es war Morton, Ruths Bruder. Jack hatte am Tatort einen Zeitungsausschnitt gefunden, in dem Morton seine Abfahrtzeit aus London notiert hatte. Er war nämlich nicht in Rom, sondern nach London gereist, wo er Janos tötete. Er kam daher auch früher in Sanremo an, wo er seine Schwester tötete und den Schmuck in seinem immer gebuchten Hotelzimmer versteckte, in dem diesmal jedoch bereits Gilly einquartiert war. Jack wiederum versuchte Morton zu erpressen und wurde daher von ihm getötet. Nicht nur die eine Erpressung war Grund für seine Ermordung. Er hatte auch Alice Creusot mit dem Wissen um ihre wahre Identität erpresst und wusste, dass Morton auf Alices Anstiftung hin der Mörder ihres Ehemanns wurde. Janos musste sterben, weil er Beweise für Mortons Täterschaft und Alices Beauftragung hatte und diese an Barney verkaufen wollte. Alice wird wegen Beihilfe zum Mord verhaftet.

Joachim Fuchsberger: Barney Blair
Karin Dor: Gilly Powell
Frank Latimore: Larry Cornell
Hans Nielsen: Inspector Forbesa
Renate Ewert: Lucy Balmore
Gisela Uhlen: Ruth Cornell, geb. Marlowe
Claus Biederstaedt: Morton Marlowe
Monika Peitsch: Agnes Green alias Alice Creusot
Ady Berber: Hoteldiener Teddy
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* DAN TANNA SPENSER IST AUCH THEO KOJAK *

...isses wahr!!!

...Entzückend, Baby!

Who loves ya, baby?

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« Antworten #1 am: 03. August 2013, 17:20:20 »

Auch einer jener Filme, wo ich jahrelang früher immer glaubte, es sei ein Wallace-Film, und mal ehrlich...so abwegig ist der Gedanke auch nie gewesen, von der Storyline her häte er sehr gut reingepasst.

4 Sterne
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« Antworten #2 am: 27. August 2017, 19:03:37 »

Die Besetzung ist ausgezeichnet, die Kulisse sehr edel und die Ausstattung keineswegs künstlich. Die Details sind sehr liebevoll ausgewählt ( der Schmuck, die Roben der Damen, die elegante Hochsteckfrisur von Karin Dor, die Marmorsäulen in der Hotel-Lobby) und auch die Lichtverhältnisse, das gestochen scharfe Schwarz-Weiß wirken sehr ansprechend.
Es gibt einige spannende Momente ( der Mörder, der über die Feuerleiter klettert, die Szene im dunklen Schlafzimmer von Karin Dor ).
Billigen Humor konnte ich keinen entdecken; Ady Berber dient hier zur Verwirrung und Auflockerung der Hotel-Atmosphäre. Die Schlagereinlagen halten sich in Grenzen und so könnte das Geschehen durchaus auch an einem anderen Ort als San Remo spielen.
Karin Dor sieht im "Hotel der toten Gäste" besonders attraktiv aus und ihr Zusammenspiel mit Joachim Fuchsberger ist routiniert und angenehm.
Renate Ewert ist geheimnisvoll, wie schon beim "Roten Kreis" und Hans Nielsen ein passabler Ermittler.
Die Auflösung ist etwas kompliziert, aber das ist sie bei Agatha Christie auch meistens.
Zum Wallace-Flair fehlen allerdings peitschender Regen und Nebelschwaden,
aber da die Handlung im (meist) nächtlichen Hotel spielt, stört es nicht weiter.

Fazit : Ein interessanter Kriminalfilm in eleganter Umgebung mit einem attraktiven Ensemble. 4 Punkte von 5 Sehr guter Film/Serie
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