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"Political Correctness" in heutigen Serien

Begonnen von wbohm, Okt 10, 2014, 18:25

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Norbert

Zitat von: schimmi in Okt 13, 2014, 18:43ich kann nicht verstehen,dass es Leute gibt,die sich ständig darüber aufregen,dass soviel geraucht wird! :gaga:
Ich schon. Wenn ich Produktionen, die früher spielen sollen, ständig geraucht wird, ist dies auch nicht gerade authentisch, denn auch früher gab es Nichtraucher, und es wirkt irgendwie gezwungen und unecht, wenn auf Teufel-komm-raus gequalmt wird, was das Zeug hält.

schimmi

Was haben denn nun Nichtraucher mit der Tatsache zu tun,dass z.B. George Gently und Bacchus rauchen? :gaga: Ich finde es lächerlich,sich in Foren darüber aufzuregen,dass die beiden Figuren rauchen.Zu der Zeit wurde nun mal geraucht,selbst in Hawaii Fünf Null zu Beginn der Serie hat Steve McGarrett eine Zigarette geraucht,was er dann später nicht mehr tat!

Entweder man legt wert auf Authenzität und da gehört nun auch in den 60er Jahren das Rauchen dazu oder man läßt es sein-keine halben Sachen!

wbohm

Sehe ich genauso wie du, schimmi

Zitat von: schimmi in Okt 13, 2014, 19:23
Ich finde es lächerlich,sich in Foren darüber aufzuregen,dass die beiden Figuren rauchen.Zu der Zeit wurde nun mal geraucht

Vollkommen richtig. Das man sich heutzutage darüber aufregt, dass in einer Serie, die in den 60ern spielt, geraucht wird, ist echt lächerlich. Klar gab es auch sehr viele Nichtraucher damals, aber darum geht es ja nicht. Die Leute regen sich auf, dass geraucht wird. Legen also die heutigen Maßstäbe an.

P.S @schimmi: Eins noch, dann hast du 5000  :freu:

schimmi

@wbohm! :danke: Genau,hier werden die Maßstäbe von heute genommen und sich über Dinge,die damals waren aufgeregt! :gaga:

Und stimmt,noch ein Posting und ich hab die 5000 voll! :D

McGill

Es ist, wie es ist - Gängelei ist hierzulande halt groß "in". Jüngstes Opfer ist die (gar nicht mal so unspaßige) Eiffel-Krimiserie "Mord mit Aussicht". Die von Caroline Peters gespielte Hauptkommissarin Sofie Haas raucht zwar nicht Kette, aber doch überdurchschnittlich für heutige Verhältnisse, ertränkt Frust in reichlich Rotwein und führt ein ziemlich abwechselungsreiches Liebesleben. Damit sollte nach der ersten Staffel (die halbiert über zwei Jahre verteilt ausgestrahlt wurde) Schluß sein, "eine Kommissarin hat Vorbildfunktion und darf so was nicht!" Autoren und Schauspieler weigerten sich allerdings, und aufgrund der hervorragenden Quote ließ die ARD das Team zähneknirschend gewähren. Die aktuelle dritte Staffel wird jedoch wohl die letzte sein, denn die ARD hat die Lösung gefunden: Drehzeiten und Budgets kürzen, damit den Machern der Spaß vergeht! Leider mit Erfolg...

Doch auch in Frankreich ist es teilweise geradezu peinlich - anläßlich einer Jacques-Tati-Ausstellung wurde auf allen Plakaten eines seiner Markenzeichen, die Pfeife im Mund, durch eine kleine Windmühle(!) ersetzt. Tatis Sohn (sinngemäß) dazu: "Papa würde sich schlapplachen, die Pfeife war meistens sowieso aus."

Pepper

Alles was passt ist okay, und wenn es nicht passt, fällt es arg auf. (ich hatte schon mal irgendwo von dem permanenten Gefluche bei Deadwood geschrieben, dass ich nichtmal historisch erklärbar finde. Ich mochte die Serie, aber die permanenten Beleidigungen haben mich immer eher aus der Stimmung gerissen)

Schaut euch mal Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer an. Das wird bestimmt auch demnächst überarbeitet. Auch daran merkt man deutlich, dass sich die Zeiten sehr geändert haben.

Dan Tanna Spenser

Bei Deadwood und auch bei Hell on Wheels finde ich es gut, dass nicht nur die sauberen Seiten des Wilden Westens gezeigt werden. In den alten produktionen hatten alle immer saubere Klamotten an, sahgen gepflegt aus, schnellweisse Zähne, etc. Das spiegelte eigentlich nicht wirklich den Wilden Westen wieder, den es gab. Da sind Deadwood und Hell on Wheels schon authentischer. Was das Gefluche angeht....ob gewisse Kraftausdrücke wie fi**** oder so es damals schon gab....keine Ahnung, würde es aber eher verneinen.

Norbert

Aber damals wie heute haben Farmersfrauen im Wilden Westen blitzblank rasierte Achseln. :totlach:

wbohm

Worauf du alles so achtest und, vorallem, was sind das für  "Serien mit Farmersfrauen"  die du da schaust?  :link: :D

Ducky

Als ich "Penny Dreadful" geschaut habe, habe ich mich auch über die häufige Verwendung des Schimpfwrtes "fuck" gewundert. Passte für mich irgendwie nicht ins victorianische England. Hatte dann ein wenig recherchiert und erfahren, dass das Wort wohl sogar schon seit dem 17. Jahrhundert als Schimpfwort benutzt wird.

Pepper

Hab ich auch nach Dan's Post oben, aber ich kam auf noch weiter zurück? 12./13. jahrhundert sogar. Aber das rechtfertigt den exzessiven Gebrauch ja nicht  :) das hat man wohl eher selten, wenn mans echt gebraucht hat benutzt. 

Dan Tanna Spenser

Zitat von: Pepper in Okt 16, 2014, 18:51
Hab ich auch nach Dan's Post oben, aber ich kam auf noch weiter zurück? 12./13. jahrhundert sogar. Aber das rechtfertigt den exzessiven Gebrauch ja nicht  :) das hat man wohl eher selten, wenn mans echt gebraucht hat benutzt. 

Wundert mich wirklich, dass dieses Wort schon so alt ist. Aber auch in diesem "exzessiven" Gebrauch? Oder hatte das Wort damals auch dieselbe Bedeutung wie heute?

Pepper

Ich hab gelogen -1503 :] (und ich schäme mich, dass nachgeachlagen zu haben, ich komme mir vor wie in der schule, wenn man den Kinder das erstemal ein Wörterbuch gibt, und die als allererstes Begriffe wie Pimmel und co nachschlagen) die Bedeutung ist immer dieselbe, deswegen kann ich mir eben diesen ständigen Alltagsgebrauch nicht vorstellen.
Wenn ich mal einen Doktor machen will, kann ich mir ja Swear Words in the West vornehmen  :freu:

Ducky

Zitat von: Dan Tanna in Okt 16, 2014, 19:30
Zitat von: Pepper in Okt 16, 2014, 18:51
Hab ich auch nach Dan's Post oben, aber ich kam auf noch weiter zurück? 12./13. jahrhundert sogar. Aber das rechtfertigt den exzessiven Gebrauch ja nicht  :) das hat man wohl eher selten, wenn mans echt gebraucht hat benutzt. 

Wundert mich wirklich, dass dieses Wort schon so alt ist. Aber auch in diesem "exzessiven" Gebrauch? Oder hatte das Wort damals auch dieselbe Bedeutung wie heute?

In seinen Anfängen war es ein normales Wort, zum Schimpfwort wurde es erst ab dem 17. Jahrhundert. Seit wann es aber so stark im Gebrauch ist, weiß ich nicht

Zitat von: Pepper in Okt 16, 2014, 21:09
Ich hab gelogen -1503 :] (und ich schäme mich, dass nachgeachlagen zu haben, ich komme mir vor wie in der schule, wenn man den Kinder das erstemal ein Wörterbuch gibt, und die als allererstes Begriffe wie Pimmel und co nachschlagen) die Bedeutung ist immer dieselbe, deswegen kann ich mir eben diesen ständigen Alltagsgebrauch nicht vorstellen.
Wenn ich mal einen Doktor machen will, kann ich mir ja Swear Words in the West vornehmen  :freu:

Die Dissertation würde ch dann lesen wollen ;)