NOSTALGIE CRIME BOARD
07. April 2020, 22:14:47 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
 

  Fanpage   Übersicht   Hilfe Suche Kalender Einloggen Registrieren  
NCB MUSIKBOX Facebook Link Facebook Link Meine anderen Foren und Homepages
Seiten: [1]
  Drucken  
Autor Thema: Der Frosch mit der Maske (1959)  (Gelesen 783 mal) Durchschnittliche Bewertung: 5
Dan Tanna Spenser
King of the Private Eyes
Administrator
Assistant Chief
*****
Online Online

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 59067


TV-Serien-Junkie


WWW
« am: 03. August 2013, 01:24:00 »



Schauspieler:
Joachim Fuchsberger: Richard Gordon
Eva Anthes: Ella Bennet
Siegfried Lowitz: Inspektor Elk
Jochen Brockmann: Philo Johnson
Karl Lange: John Bennet
Dieter Eppler: Josua Broad
Eva Pflug: Lolita
Walter Wilz: Ray Bennet
Fritz Rasp: Ezra Maitland
Erwin Strahl: Sergeant Balder
Ernst Fritz Fürbringer: Sir Archibald Morton
Eddi Arent: Butler James

Inhalt: (wikipedia)

Seit Jahren versetzt der unheimlich maskierte Chef einer Verbrecherbande, der sogenannte „Frosch mit der Maske“, London in Angst und Schrecken. Weder Inspektor Elk noch seinem Assistenten Sergeant Balder ist es bisher gelungen, den furchterregenden Verbrecher und seine Bande zu fassen. Nach einem erneuten Juwelenraub und der Ermordung eines Kriminalbeamten, der versucht hatte, sich in die Froschbande einzuschleichen, interessiert sich auch Richard Gordon, der Neffe von Scotland Yard-Chef Sir Archibald, für den Fall.

Eine erste Spur führt ihn und seinen Butler James zu dem mysteriösen John Bennet, der mit Sohn Ray und Tochter Ella in einem idyllischen Haus in der Nähe von Hertford lebt. Bald muss Gordon feststellen, dass die Bennets in das Fadenkreuz der Froschbande geraten sind, denn nicht nur er, sondern auch der Frosch selbst haben ein Auge auf Ella geworfen. Auch Ray ist in Gefahr.

Entgegen allen Warnungen seines Kollegen Philo Johnson hat Ray den Job bei dem renommierten Zeitungsverleger Maitland gekündigt und findet kurz darauf Beschäftigung in der Lolita-Bar. Diese Hafenspelunke von zweifelhaftem Ruf wird mehr und mehr zum Mittelpunkt der Fahndungen von Inspektor Elk, nachdem sich der Verdacht erhärtet, dass diese ein Tummelplatz für Mitglieder der Froschbande ist. Richard Gordon lässt sich dort als Beleuchter einstellen, um genauere Nachforschungen zu betreiben. Dabei bleiben ihm und Elk nicht viel Zeit, den Frosch zu enttarnen, denn der hat bereits einen neuen Plan, bei dem Ray eine wichtige Rolle spielt.

Als ersten Erfolg kann Inspektor Elk Sergeant Balder als Mitglied der Froschbande enttarnen und ihn festnehmen. Ray wird fälschlicherweise verdächtigt, Lew Brady, der ebenfalls zur Bande des Frosches gehört, in der Lolita-Bar erschossen zu haben. Mit Hilfe einer von Gordon insgeheim dort eingebauten Filmkamera kann aber schlussendlich seine Unschuld bewiesen werden. Am Ende stellt sich heraus, dass der totgeglaubte Einbrecher Harry Lime alias Philo Johnson der Frosch ist.
Gespeichert

wbohm
Chef Moderator
Master Trooper
****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6592


#DontKillSeanBean



« Antworten #1 am: 03. August 2013, 18:44:39 »

Goldmann Krimi #1 und damit folgerichtig auch der 1.Film der neuen Edgar Wallace Reihe. Und gleich einer meiner Top10 Wallace Filme.

Siegfried Lowitz als Inspector Elk, der die manchmal nervende Angewohnheit hatte, immer wenn er was nicht hören wollte seine Hand hinters Ohr steckte und "Wie belieben" oder "Wie bitte" sagte, obwohl er natürlich genau verstanden hatte.

Dieser Film noch ohne das spätere Markenzeichen "hallo hier spricht Edgar Wallace" wurde in Kopenhagen gedreht. Die Filmsequenzen, die vorgaben, dass man sich in London befindet wurde vorher von einem kleinen Team gedreht.

Der Roman zu diesem Film gehört zu den "Goldenen 7" den berühmtesten und besten Wallace Romane ( die anderen sind: Der Hexer, Der Zinker, Der rote Kreis, Die toten Augen von London, Das Verrätertor und der allererste Wallace Roman, die 4 Gerechten, der als einziger in dieser Filmreihe komischerweise nicht verfilmt wurde (erst später in den 90ern)

Die "Eddy Arendt" Figur, der Butler, kommt im Roman nicht vor und wurde extra ins Drehbuch geschrieben. Ferner ist die Figur, die Blacky Fuchsberger spielt, im Roman nicht der Neffe des Chefs von Scotland Yard sondern Angestellter der Staatsanwaltschaft.
Im Buch "Hallo! Hier spricht Edgar Wallace" (siehe Nachschlagewerke-Thread) steht u.a zu diesem Film, dass man große Schwierigkeiten mit der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) hatte, um den Film noch als FSK 16 einstufen zu können. Da wurden viele Szenen als zu brutal beantstandet und mussten weggelassen werden (heute lacht man darüber) und auch zu "anstössig" ua als Eva Pflug im Nachtclub ihr Lied singt ("mit frivolen Text") und den Oberschenkel entblösst, hatte die FSK Einwände.  Entweder Text oder Oberschenkel, aber nicht beides zusammen  totlachen

5 Sterne für das gelungene Debüt der neuen Edgar Wallace Reihe.
« Letzte Änderung: 03. August 2013, 18:46:12 von wbohm » Gespeichert

Who are you? .... I am the Doctor!
Doctor...., who? ..... Exactly!
Dan Tanna Spenser
King of the Private Eyes
Administrator
Assistant Chief
*****
Online Online

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 59067


TV-Serien-Junkie


WWW
« Antworten #2 am: 03. August 2013, 18:56:55 »

Witzig fand ich, dass Insp. Elk von Lowitz gespielt wurde und einige Filme später wurde der Charakter von (ich glaube Drache) gespielt Grinsen
Gespeichert

filmfan
Polizeilicher Berater

Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 298



E-Mail

« Antworten #3 am: 23. August 2017, 21:38:23 »

Ich mag bei diesem Film besonders, dass sehr altmodische, nostalgische Flair, was manchmal etwas an ganz alte Krimis, z.B. von Fritz Lang, erinnert. Klasse ist diesbezüglich, zum Beispiel die Szene, als Michel Hildesheim an der Häuserreihe entlang, mit Messer bewaffnet, ein Opfer verfolgt.
Ansatzweise ab dem "Bogenschützen", spätestens mit den "toten Augen" kehrte bei Wallace eine gewisse unverkennbare, grundlegende "Sixties-Stilistik" ein, die als Grundlage nichts Negatives hat, die ersten drei Filme aber stilistisch durch die grundlegenden Unterschiede sehr speziell und besonders macht. Man hat hier wirklich das Gefühl, dass die Story zu ner anderen Zeit spielt, als bei vielen anderen Wallace-Krimis und wenn's nur ein Jahrzehnt Unterschied ist, was man sonst auch nur noch beim "roten Kreis" so richtig hat.
Aus heutiger Sicht ist der Frosch sicher die unfreiwillig komischste Täterfigur, außer vielleicht dem Bogenschützen, aber trotzdem wurde das Ganze sehr effektiv in Szene gesetzt und der Frosch wirkt auch heute noch an vielen Stellen sehr brutal, was die kuriose Maske übertrifft und die unfreiwillige Komik somit im Hintergrund hält, was sich wiederum letztlich eher positiv auswirkt, da ein gleichermaßen lustiger, wie überzeugender Täter schon ziemlich cool ist und dementsprechend sowohl überzeugt, als auch locker unterhält.
Die Vater/Sohn-Geschichte zwischen Walter Wilz und Carl Lange gefällt mir sehr gut, weil beide überzeugen. Fuchsberger und Lowitz im Gespann sind klasse. Die Szene, als Lowitz seine Lupe reinigt und durchschaut ist Legende. Die Entlarvung von Nr.7 mit gezücktem Regenschirm ist grandios-cool ...und E.F. Fürbringer spielt den hintergründigsten Scotland Yard-Boss innerhalb der Wallace-Reihe.
Joachim Fuchsberger ist trotzdem auch hier so ein bisschen der Schwachpunkt. Das ist nicht wirklich dramatisch, aber letztlich der Grund, warum der Film kurz hinter meinen Top-Five rangiert. Aus einem Ermittler-Gespann kann man schon noch(!) mehr rausholen, als im "Frosch", gerade auch Eddi Arent hätte man da noch mehr einbinden können. Es sind Kleinigkeiten, aber die reißen bei Wallace schon ein Paar Plätze runter.

5/5 Punkten Geniale/r Film/Serie
Gespeichert

Seiten: [1]
  Drucken  
 
Gehe zu:  


Meine anderen Foren und Homepages

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.8 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS