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Der Mann mit dem Koffer (Man in a Suitcase) (UK, 1967)

Begonnen von Frank Cannon, Feb 05, 2012, 05:17

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Dan Tanna Spenser

Zitat von: McGill in Mär 21, 2014, 18:11
Grrr! Da benutzt Pidax schon das Originalmaster, und dann werden die nicht synchronisieren Szenen einfach rausgeschnitten! Muß ich wohl doch meine eigenen Rekos behalten...

??? Das ist ja eine Riesensauerei!!!! :wall: Die hätten die Stellen doch untertiteln können, wie viele andere auch.

Norbert

Laut Pidax waren es zu viele Stellen pro Folge. Daher wurden nur die dialogfreien Schnitte rückgängig gemacht. Wieso man aber nicht so wie Sunfilm bei HARDCASTLE & MCCORMICK verfahren ist, bleibt weiterhin das Geheimnis von Pidax.

McGill

Zitat von: Norbert in Apr 09, 2014, 13:46
Laut Pidax waren es zu viele Stellen pro Folge. Daher wurden nur die dialogfreien Schnitte rückgängig gemacht.

Dazu zitiere ich mich mal selbst aus dem Synchronforum:

Ein "ständiges Gespringe" beim Ton hätte es nicht gegeben, es gab pro Folge maximal 4-5 (Dialog-)Schnitte, in einigen Folgen sogar nur 2-3, also alles im Rahmen. Die Kürzungen gehen allerdings definitiv aufs Konto der ARD, oder Kirch hat die ganze Abmischung erneuert. Bei "Das verräterische Gesicht" bspw. gibt es eine Szene, wo im Radio ein Fahndungsaufruf nach McGill läuft. In der ungekürzten Fassung dreht McGill das Radio aus, in der gekürzten sieht man ihn nach der Einstellung auf das Radio vor einem Bücherregal knieen, und der Radiosprecher ist die komplette Szene über leise im Hintergrund zu hören.
Bei den dialogfreien Schnitten (meist im Sekundenbereich) hat Pidax allerdings nicht konsequent/sauber genug gearbeitet, da fehlt trotzdem noch einiges.

McGill

Mist, auch die 6 "neuen" Episoden vom WDR sind nicht vollständig, aber mit ~ 47 Minuten Laufzeit deutlich länger als die ARD-Folgen. Und immerhin behielt McGill seinen Synchronsprecher (Michael Chevalier).

McCormick

Falls mal jemand Infos wegen Volume 4 haben möchte. Es wird leider keine geben. Ich hab gerade im Pidax Forum nachgeschau da hat der Admi auf eine die Frage nach Volume 4 geantwort. Es liegt am Material keine deutsche Tonspur für weitere Folgen ist mehr auffindbar.

Dan Tanna Spenser

Sehr schade....sowas ähnliche dachte ich mir jedoch schon :(

Dan Tanna Spenser

Unser Mitglied The Saint hatte mich gebeten, diese wirklich tollen und interessanten Clippings (Zeitschriftenmaterial) hochzuladen :)













Dan Tanna Spenser

Programminfos zu allen Folgen von unserem Mitglied The Saint :freu:






























































The Saint

Gestern habe ich mir mal wieder die Folge Die Brücke / The Bridge angesehen, die mir gut gefällt. Es ist keine wilde Gangstergeschichte, aber trotzdem spannend und mit einem Schuß Romantik. Außerdem spielt die aparte Jane Merrow mit.  :4sterne:



Dan Tanna Spenser

Hatte schon länger einen Rewatch ins Auge gefasst...und diese Clippings verschärfen meinen Appetit jetzt noch :) Hoffe nun, endlich mal wieder einen "Sendeplatz" zu kriegen wo ich mal endlich weitermachen kann.

The Saint

1. Brainwash     (GB: 27.09.67     D: -)      :4,5Sterne:

McGill ist einer der ersten Krimihelden meiner Kindheit, den ich anfangs nur aus den Fernsehzeitungen kannte. Von den 30 in England produzierten Folgen sendete die ARD 1968/69 13 Episoden zum freitäglichen Serientermin im Wechsel mit Efrem Zimbalist jr.s FBI. 1971 gab es nochmal 13 weitere Folgen, ungewöhnlicherweise in den regionalen Vorabendprogrammen.

Wie üblich bei ITC-Produktionen wurde einer der Hauptdarsteller - in dieser Serie gibt es auch nur einen! - aus den USA ausgewählt, um die Serie im amerikanischen Fernsehen besser vermarkten zu können. Warum es nur eine Staffel gibt, habe ich im Netz noch nicht finden können. Bei alten Zeitungsartikeln hieß es, dass Richard Bradford "keinen Bock" mehr hatte und als Typ ähnlich wie seine Rollenfigur etwas ungeschmeidig war und nicht dem Mainstream entsprach. Wenn ich ihn in anderen Rollen gesehen habe, spielte er auch dort fast immer Charaktere, die "ihr Ding machen" und nicht Everybody's Darling sind.

Jedenfalls hat die Serie selbst heute noch Kultstatus und wird von vielen Krimifans als etwas ganz Besonderes angesehen, was sie auch tatsächlich ist. Fernsehhelden wurden damals vor allem auf Sympathie getrimmt, McGill versucht dagegen überhaupt nicht, Sympathien zu erzeugen, aber durch seine ungemein ehrliche und geradlinige Art schafft er es trotzdem.

Ein Großteil der Folgen ist düster, desillusioniert und oft auch hart, manche finde ich etwas sonderbar, aber insgesamt ist Der Mann mit dem Koffer eine bemerkenswerte Serie und es ist schade, dass von den seinerzeit 26 synchronisierten Folgen wohl nicht mehr alle auf Deutsch verfügbar sind. McGill wurde gesprochen von Michael Chevalier, der u.a. auch hunderte Male als Hoss Cartwright zu hören war.  ;)

Die erste Episode ist gleich der größte Kracher der Serie. Sie beginnt ein bißchen wie ein Old Fashioned englischer Krimi, entwickelt sich aber in kürzester Zeit zu einem gnadenlosen Kampf auf Leben und Tod. Der ARD war die Folge wohl zu starker Tobak und stattdessen startete sie damals mit Episode 6 Ein Toter kehrt zurück / Man from the Dead, was allerdings auch eine gute Wahl war, da darin McGills Vorgeschichte enthüllt wird.

Hauptgaststar von Brainwash ist Howard Marion-Crawford, der ein ausgesprägtes Talent hatte, scheinbar leutselige und gleichzeitig extrem grausame Typen darzustellen. Die einzige weibliche Rolle dieser Episode hat Suzan Farmer, der The Saint schon mehrmals das Leben retten musste.  :D




The Saint

2. Der Vogel soll singen / The Sitting Pigeon     (GB: 04.10.67     D: 21.02.69)      :4sterne:

Etwas gewöhnungsbedürftig ist für mich bei dieser Folge, dass der von mir gerne gesehene George Sewell (Die Spezialisten, UFO, Paul Temple), der meist intelligente selbstbewußte Männer spielt, hier einen großmauligen und leicht unterbelichteten Gauner darstellt, der seine Gangster-Brüder ans Messer liefern soll. Aber dafür ist es eine spannende Episode mit einem ungewöhnlichen Finale in einem Gewächshaus.  ;)







The Saint

3. Wer ist Mariocki? / Day of Execution     (GB: 11.10.67     D: 18.05.71)      :4sterne:

In dieser Folge erfährt der Zuschauer erstmals etwas über das Privatleben von McGill. Er wohnt in einem unerwartet luxuriös aussehenden Apartment über zwei Etagen, aus dem er wegen des feurigen Endes wohl ausziehen muss.  :D  Zu seinen Freunden gehört der trinkfreudige Willard (Donald Sutherland in der ersten seiner zwei unterschiedlichen Gastrollen innerhalb der Serie) und die hübsche Moira, gespielt von Rosemary Nicols aus Department S, mit der McGill eine ernsthafte Beziehung zu haben scheint.

Du darfst leider keine Spoiler sehen.








The Saint

4. Jagd auf McGill (1) / Variation on a Million Bucks (1)    (GB: 18.10.67     D: 11.04.69)      :3,5 Sterne:

Als Kind konnte ich McGills Abenteuer nur in den Fernsehzeitungen verfolgen und viele der Programmhinweise regten meine Phantasie an. Insbesondere die unten beigefügte Ankündigung dieses Zweiteilers schien mir eine Fülle dramatischer Abenteuer zu versprechen.

Ganz so ist die Folge dann doch nicht. Ähnlich wie bei Wer ist Mariocki? verbringt McGill viel Zeit mit einem Freund, dem ehemaligen Diplomaten Max Stein. Darüber hinaus begegnet er seiner früheren Freundin Taiko wieder und diesmal soll es ernst werden, aber schon am Ende des ersten Teils wird klar, dass es erneut keine gemeinsame Zukunft geben wird.

Als ich den Zweiteiler 1989 endlich zu Gesicht bekam, erfüllte er allerdings nicht so ganz meine Erwartungen. Zum einen finde ich die Locations vor allem im ersten Teil nicht so besonders gelungen und wenig stimmungsvoll, zum anderen verbreitet die Story ein durchgehendes Gefühl von Tristesse, da bis auf Max und Taiko und im zweiten Teil noch Lucia alle Personen McGill nur ausnutzen, ausrauben oder betrügen wollen.  ???

Die Doppelfolge wurde auch als Spielfim unter dem Titel To Chase a Million vermarktet.




The Saint

5. Jagd auf McGill (2) / Variation on a Million Bucks (2)     (GB: 25.10.67     D: 18.04.69)      :3,5 Sterne:

Der zweite Teil ist deutlich turbulenter als der erste. Die Szenen von McGills Schiffsreise auf einem Frachter nach Portugal sind klaustrophobisch und bedrohlich und anschließend geht es gleich dramatisch weiter. Allerdings stimmt McGills zäher Kampf nicht gerade fröhlich in Anbetracht seiner vielen Gegner. Am liebsten würde man einen Mini-James-Bond aus dem Hut zaubern und ihm zu Hilfe schicken, damit beide gemeinsam das ganze fiese Pack in die Flucht schlagen oder bondmäßig eliminieren können.  :link:

Du darfst leider keine Spoiler sehen.