11. (Tatort Episode 171) Das Haus im Wald 18.08.85 
Die Folge hat ein bißchen was von einem Western, nur ohne Pferde ...

Unser Held Schimi bekommt es ähnlich wie
Roger Moores Simon Templar zunehmend mit attraktiven Frauen zu tun, die ihn in spannende Abenteuer verwickeln. Diesmal ist es
Christiane Lemm als die etwas mysteriöse junge Ulla, durch die er in einem abgelegenen Haus in einen regelrechten Belagerungszustand gerät. Ich glaube, die Folge ist relativ selten wiederholt worden und ein Kommentar bei
TV-Spielfilm lautete einmal "Nein, kein Glanzlicht der Reihe - dafür ist der Krimi zu unglaubwürdig und zu bleihaltig geraten." Zur Zeit dieses Kommentars gab es wahrscheinlich noch keine Tatorte mit
Ulrich Tukur als
Felix Murot ...

Heutzutage habe ich bei fast jedem Tatort das Gefühl, dass man keine Krimis im klassischen Sinne mehr zeigen will, sondern Experimente oder Extremfälle mit Charakteren, die überwiegend eine oder ganz viele Schrauben locker haben. Im Vergleich dazu sind Schimanskis "Grenzüberschreitungen" eher brav gewesen.

Darüber hinaus weist die Folge einige interessante Gastdarsteller auf.
Dominic Raacke ist hier noch ein pazifistisch eingestellter junger Mann. Einige Jahre später wurde er als Berliner Tatort Kommissar
Till Ritter zum Großstadt-Macho mit Cowboy-Stiefeln.

Gut gefällt mir auch
Andras Fricsay als unberechenbarer und leicht durchgeknallter Anführer einer Drogendealer-Bande und
Rolf Zacher spielt wieder mal in seinem ganz persönlichen Stil.


