NOSTALGIE CRIME BOARD
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Autor Thema: Der Kommissar (1968 - 1976)  (Gelesen 12306 mal) Durchschnittliche Bewertung: 4
The Saint
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« Antworten #75 am: 17. März 2026, 11:56:25 »

57. Das Komplott     23.02.73

Diese Folge ist ein ganz "normaler" Krimi, von der Story her ähnlich wie Episode 27 Anonymer Anruf.


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« Antworten #76 am: 17. März 2026, 12:32:05 »

58. Schwarzes Dreieck     16.03.73

Diesmal hat Kommissar Keller einen ausgesprochen ungewöhnlichen Fall zu lösen, bei dem er auf drei ältere Damen stößt, von denen zwei verwitwet sind. Ich erinnere mich noch an Kellers ironisch-trockenen Kommentar, als Frau Böhle von ihrem Mann erzählt. "Ach, der lebt noch?" Noch ...  Grinsen


« Letzte Änderung: 18. März 2026, 21:46:59 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #77 am: 17. März 2026, 12:43:50 »

59. Der Tod von Karin W.     06.04.73

... und wieder eine Tragödie Huch  Maria Schell hat den zweiten ihrer drei Kommissar-Auftritte.


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« Antworten #78 am: 18. März 2026, 18:01:19 »

60. Die Nacht, in der Basseck starb     27.04.73

... und wieder wird ein Gewissenloser gekillt  Grinsen


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« Antworten #79 am: 18. März 2026, 18:45:21 »

61. Der Geigenspieler     18.05.73

Highlight der Folge ist meines Erachtens Elisabeth Flickenschildt, die genauso schön diabolisch spielt wie in den Wallace-Filmen Das Gasthaus an der Themse und Die Bande des SchreckensHinterlistig

Ansonsten finde ich die Episode ziemlich nervig, zum einen durch die häufige und hektische Geigenmusik, zum anderen habe ich den Eindruck, dass Reinecker mal wieder ein paar Kuriositäten aus seiner Psychologie-Kiste hervorgezaubert hat.  ich werde verrückt


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« Antworten #80 am: 18. März 2026, 19:11:49 »

62. Ein Funken in der Kälte     08.06.73

Die Folge hat ein ähnliches Thema wie schon Nr. 55 Rudek: Seriöse ältere Herren erfreuen sich der "Gesellschaft" junger Mädchen in einer "Ballettschule". Hans Brenner spielt den wunderbar schmierigen Zuhälter Schönau.  Hinterlistig

"Alle Achtung, Herr Kommissar. Jetzt ist der Laden hochgegangen. Schade, war ein gutes Geschäft."
"Und ein sehr teures für Sie, weil es sich um Kinder handelt."
"Kinder, Kinder, was haben Sie für eine Ahnung, was heutzutage Kinder sind, Herr Kommissar? Sie haben doch ganz veraltete Vorstellungen. Das sind Schulmädchen, die sich ihr Taschengeld ein bißchen aufbessern wollen."

Kaum zu glauben, dass der Dialog über 50 Jahre alt ist. Er könnte aus den Epstein-Akten stammen.  Grinsen

Auch wenn Herr Schönau sich sehr jovial gibt, geht es in der Folge mitunter recht brutal zu. Walter und Harry geraten in eine wilde Keilerei mit zwei von Schönaus Handlangern, bei der Harry beinahe mit einer Drahtschlinge erdrosselt wird.  Schockiert





« Letzte Änderung: 18. März 2026, 19:14:24 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #81 am: 20. März 2026, 09:01:28 »

63. Sonderbare Vorfälle im Hause von Professor S.     21.09.73

Eine recht spannende Folge mit einem psychologischen Hintergrund, aber diesmal nicht so eigenwillig-spleenig wie in einigen anderen Episoden.  zwinkern

Günther Ungeheuer spielt hier eine seiner ganz wenigen Rollen, in denen er keinen zwielichtigen Typ darstellt.  Grinsen

Nach Als die Blumen Trauer trugen ist dies die zweite Kommissar Folge, die für einen Hit gesorgt hat mit dem Song I'd love you to want me des amerikanischen Sängers LoboGrinsen

https://www.youtube.com/watch?v=tqp_wbYLsYQ&list=RDtqp_wbYLsYQ&start_radio=1









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« Antworten #82 am: 20. März 2026, 09:27:45 »

64. Ein Mädchen nachts auf der Straße     05.10.73

Ich glaube, ich würde die meisten Drehbücher von Herbert Reinecker erkennen, auch wenn sie nicht im Rahmen von Der Kommissar oder Derrick verfilmt worden wären. Diese Folge ist auch wieder ein "typischer Reinecker": Nette arglose Menschen, die durch unglückliche Fügung in eine Situation geraten, die ähnlich wie in der Folge Kellner Windeck zu einem tragischen Mord aus Irrtum führen.  Huch

Fans von Curd Jürgens und Uschi Glas kommen diesmal besonders auf ihre Kosten.  zwinkern


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« Antworten #83 am: 20. März 2026, 09:43:00 »

65. Sommerpension     02.11.73

... und noch eine tragische Geschichte, in der ganz "normale" Bürger zu Mördern und Mitwissern werden ...  Hinterlistig

Unter den Gastdarstellern sind erneut Marianne Hoppe und Götz Georgezwinkern



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« Antworten #84 am: 20. März 2026, 13:23:45 »

66. Herr und Frau Brandes     30.11.73

Ein für meinen Geschmack schwergängiges Ehe-Krimi-Kammerspiel. Bernhard Wicki und Agnes Fink waren auch im realen Leben miteinander verheiratet.


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« Antworten #85 am: 22. März 2026, 08:57:57 »

67. Tod eines Buchhändlers     28.12.73

Mit Buchhandel hat diese Folge nicht viel zu tun, dafür umso mehr mit Alkoholsucht und häuslicher Gewalt; Themen, die heute noch genauso aktuell sind wie damals.

Spoiler  :
Die Auflösung ist einerseits raffiniert, andererseits wieder in dem typischen Reinecker-Stil mit plakativem Gut und Böse-Muster. Raffiniert ist die Drehbuch-Idee, dass die Witwe, die ursprünglich selbst ein Opfer ist, den in sie verliebten Auszubildenden ihres Mannes, damals noch "Lehrling" genannt, so geschickt manipuliert, dass er ihren Mann tötet.

Weniger originell finde ich dagegen, dass der Täter einer dieser typischen Reinecker-Charaktere ist: Schüchtern, lebensunerfahren, in seinem Herzen rein und gut und Opfer böser Machenschaften werdend.  Hinterlistig

Fast immer erhalten die Bösen beim Kommissar oder Derrick am Ende ihre gerechte Strafe, diesmal ist die Böse gleichzeitig Opfer und das Ende bleibt offen. Der Kommissar weiß, dass die Witwe die Tötung ihres Mannes verursacht hat und sie weiß, dass er es weiß, aber dann knallt schon die Nachspann-Musik ins Bild.
Wie schon mal geschrieben, kann ich mich für die meisten in dieser Zeit entstandenen Folgen nicht begeistern. Wenn in den ersten Produktionsjahren die Schlussmusik ertönte, war dies der emotionale Abschluss von einem Krimi, in dem es um ein Verbrechen ging und der Täter in einem spannenden Finale überführt oder gefasst wurde. Inzwischen waren die ursprünglichen Krimis zu Psycho-Dramen oder menschlichen Tragödien geworden. Erst ab Folge 76 Sein letzter Coup näherten sich  die Drehbücher wieder dem Stil der ersten Jahre an.


« Letzte Änderung: 22. März 2026, 10:32:40 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #86 am: 22. März 2026, 10:31:25 »

68. Domanns Mörder     11.01.74

... und noch eine Herz-Schmerz-Geschichte. Die Experten können sich darüber streiten, ob die Handlung hohe Psychologie oder Edelkitsch ist.  zwinkern


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« Antworten #87 am: 22. März 2026, 10:46:56 »

69. Ein Anteil am Leben     08.02.74

Wieder ein Täter aus gutbürgerlichem Milieu, aber die Story ist diesmal nicht so melodramatisch.


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« Antworten #88 am: 22. März 2026, 11:12:31 »

70. Die Nacht mit Lansky     22.02.74

Diese Folge habe ich 1974 mit "5-" benotet und sie ist wieder ein echtes Drama über einen verzweifelten Menschen. Bei zauberspiegel-online wird die Folge als "ganz herausragend" und "unheimlich und spannend" beschrieben. Die Episode dreht sich um einen gealterten Mann, der nicht mehr "gebraucht" wird. Damals war ich 14 und die beschriebene Situation für mich sicherlich so weit weg wie der Mars.  zwinkern

Die unterschiedlichen Meinungen zu Filmen werden mir immer besonders bewußt, wenn TV Spielfilm oder TV Movie den neuesten Tatort fast regelmäßig ausgesprochen vollmundig ankündigen und in der Beschreibung darauf hinweisen, wie künstlerisch hervorragend brisante Themen und psychologische Aspekte in dem Film herausgearbeitet werden. Ich fange immer noch jeden neuen Tatort an, aber in fast allen Fällen reicht es mir nach spätestens zehn Minuten schon wieder mit der großen Kunst ...  zwinkern


« Letzte Änderung: 26. März 2026, 23:06:16 von The Saint » Gespeichert
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« Antworten #89 am: 27. März 2026, 08:54:44 »

71. Spur von kleinen Füßen     22.03.74

Das Besondere an dieser Folge ist, dass es einen Personalwechsel gibt. Harry verläßt das Team und wechselt zu einem gewissen Oberinspektor Derrick (den Namen hat der ein oder andere vielleicht schon mal gehört  laut lachen) und wird ersetzt durch seinen Bruder Erwin, der wiederum von Fritz Weppers Bruder Elmar gespielt wird. Kurz nach dem Abschieds-/Begrüßungsumtrunk gibt es den nächsten Mord, zu dem Kommissar Keller gleich seinen neuen Mitarbeiter mitnimmt.

Der Fall beginnt im typischen Reinecker-Stil mit der häufig vorkommenden Story von "Gut trifft Böse". Zum zweiten Mal nach Grauroter Morgen spielt Sabine Sinjen eine äußerst lebenslustige und völlig arglose junge Frau, die bei ihren ebenfalls gutmütigen Großeltern aufgewachsen ist und unter die Räder kommt, als sie vom Lande nach München zieht. Im Gegensatz zu einigen der vorangegangenen Episoden wird der Mord diesmal nicht von einem verzweifelten Täter in einer Ausnahmesituation begangen, sondern von zwei echt fiesen Personen und ein bißchen spannend wird es am Ende auch noch.  Hinterlistig






« Letzte Änderung: 17. April 2026, 23:03:43 von The Saint » Gespeichert
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